Cloud-Computing (1): Effektive Integration in vorhandene Strukturen

Was die einen längst als bedeutsame Innovation verstehen, ist für die anderen noch ein Mysterium am IT-Himmel: Cloud-Computing, derzeit einer der großen Trends der IKT-Branche und richtungsweisender Treiber der Digitalisierung. Nicht zuletzt die NSA-Spähaffäre und Hacker-Angriffe auf Public Clouds wie Webmail-Dienste oder Speicherplattformen haben jedoch in der Vergangenheit öffentlichkeitswirksame Diskussionen um grundsätzliche Aspekte wie Datenschutz, Rechtslage und Sicherheitsaspekte befeuert und eine weitgehende Skepsis gegenüber dem Thema Cloud im Allgemeinen geschürt. Für Unternehmen, Behörden und andere Institutionen gilt es daher einige Aspekte zu beachten, will man die Cloud in die eigenen Unternehmensprozesse integrieren.

Cloud-Computing - was ist das überhaupt?

Doch was verbirgt sich eigentlich hinter der Bezeichnung? Um das Thema aus einer unternehmerischen Perspektive zu beleuchten, sollte die private Verwendung von Cloud-Diensten aus der allgemeinen Betrachtung ausgeklammert werden. Bezogen auf die geschäftliche Nutzung bezeichnet Cloud-Computing daher die webbasierte Auslagerung (firmen-)interner Daten auf externe Server eines Rechenzentrums. Dabei entscheidet das Unternehmen zuvor, ob es a) lediglich die Hardware der Cloud mietet und die eigentliche Administration über die eigene IT-Abteilung läuft (‚Infrastructure as a Service‘ und ‚Platform as a Service’) oder b) die Software vollständig extern verwaltet wird (‚Software as a Service’). Beide Modelle ermöglichen, über den Webbrowser personen-, orts- und zeitunabhängig auf gespeicherte Dokumente oder Akten zugreifen zu können, um Geschäftsprozesse ressourcenorientiert zu optimieren.

Bereits ab einer Unternehmensgröße von fünf Mitarbeitern kann eine Cloud-Lösung sinnvoll sein. Gerade bei dokumentintensiven oder dokumentrelevanten Prozessen wird so die vorhandene IT-Struktur aufgebrochen für einen dynamischeren Ablauf. Kleine und mittelständische Unternehmen sowie Behörden, die sich derzeit noch mit den Vor- und Nachteilen des Arbeitens in der Cloud beschäftigen, sollten sich ausführlich mit allen Facetten des Themas auseinandersetzen.

Cloud: Ja oder nein?

1. Die Cloud effektiv in vorhandene Unternehmensprozesse integrieren

Um die internen Prozesse effektiv und langfristig über die Cloud laufen zu lassen, muss diese auf die spezifischen Nutzungsanforderungen des Unternehmens ausgerichtet sein.  [Cloud] Konkret: Es bedarf einer idealen Implementierung des Systems in die täglichen Workflows der Anwender, um Abläufe zu vereinfachen und zu beschleunigen. Neben dem bereits vorhandenen Netzwerk gibt es die Möglichkeit, Daten auf dem externen Server eines Rechenzentrums auszulagern oder eine hybride Lösung zu nutzen, die beide Serverleistungen kombiniert. Welche Form der Cloud für ein Unternehmen geeignet ist, ist allerdings immer individuell zu bewerten. Dabei müssen auch zeitliche, finanzielle und personelle Ressourcen kalkuliert werden. Eine genaue Bedarfsplanung ist somit Voraussetzung.

Neben der eigentlichen Anwendung sollten bei einem persönlichen Beratungsgespräch auch die Faktoren Datensicherheit, Wartung und Nutzen-Kosten-Relation geklärt werden. Wichtig: Beraten werden heißt nicht, sich überreden zu lassen! Die digitale Verwaltung der Unternehmensdaten in die Hände eines Cloud-Anbieters zu legen, erfordert ein hohes Maß an Vertrauen. Daher sollte man sich für erfahrene Spezialisten entscheiden, deren Fachkompetenz mittels vorgeschriebener Zertifizierungen bereits geprüft wurde. Darüber hinaus können Unternehmen, deren Cloud-Anbieter im eigenen Land sitzen, sicher sein, dass die hiesigen gesetzlichen Richtlinien eingehalten werden. Bei international aufgesetzten Verträgen kann die Datensicherheit nicht immer ohne weiteres gewährleistet werden.

In Teil 2: Die Skalierbarkeit von Kosten, Datenvolumen und Mitarbeitern

Der gesellschaftliche Alltag ist - gerade im Zeitalter der Digitalisierung - geprägt von einem hohen Maß an Dynamik. Als Unternehmen sieht man sich stets mit unterschiedlichen externen Gegebenheiten und wechselhaften Anforderungen konfrontiert, auf die man adäquat und flexibel reagieren muss. Welche Vorteile Cloud-Computing im Hinblick auf die Skalierbarkeit von Kosten, Datenvolumen und Mitarbeitern mit sich bringt, erfahren Sie in Teil 2 dieser Blogserie.

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